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E-Gitarre

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E-Gitarre Artikel

E-Gitarre Beschreibung
E-Gitarre Beschreibung
sechssaitige E-Gitarre

Eine elektrische Gitarre (auch E-Gitarre oder Stromgitarre genannt) ist eine speziell zur elektrischen Tonabnahme entwickelte Gitarre. Sie setzt in dem Gegensatz zur akustischen Gitarre nicht primär auf einen akustischen Klangkörper zur Verstärkung der Saitenschwingungen. Hierdurch können grundsätzlich andere Bauformen erreicht werden, die vielen E-Gitarren unter anderem eine besonders leichte Bespielbarkeit verleihen.

Inhaltsverzeichnis
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Aufbau

Der Korpus einer E-Gitarre besteht meist aus massivem Holz (Solid Body). Selten werden auch andere Materialien wie unterschiedliche Kunststoffe oder Graphit benutzt. Es gibt aber auch E-Gitarren mit einem der akustischen Gitarre ähnlichen Hohlkörper sowie Mischformen ("Semi-solid"). Das benutzte Material, die Beschaffenheit des Materials und die Form des Klangkörpers spielen eine entscheidende Rolle für den Klang.

Eine elektrische Gitarre hat in der Regel sechs Saiten. Es gibt jedoch Ausführungen mit sieben oder zwölf Saiten. Die siebensaitige E-Gitarre ist eine neuere Ausführungsform, benutzt und entworfen von Steve Vai in Zusammenarbeit mit Ibanez. Der Tonumfang wurde durch eine zusätzliche Bassseite um eine Quarte (tiefes H) nach unten gegenüber der üblichen Bauform mit sechs Saiten erweitert. Dadurch können unter anderem Melodieläufe bis in den Bassbereich gemacht werden. Eine weitere Ausführungsform ist eine E-Gitarre mit zwei Hälsen mit je sechs Saiten beziehungsweise mit sechs und zwölf Saiten.

E-Gitarren haben in der Regel 21, 22 oder 24 Bünde (Es existieren durchaus auch Sonderanfertigungen mit bis zu 36 Bünden, K.K. Downing (Judas Priest) besitz z.B. eine), die dabei helfen, die Saite beim Greifen zu verkürzen, um einen bestimmten Ton beim Anschlagen zu erzeugen. Jedes Bundstäbchen entspricht dabei einem Halbtonschritt. Es gibt verschiedene Halslängen und -breiten.

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Elektrik

Die Saitenschwingungen bei elektrischen Gitarren werden über elektrische Tonabnehmer (englisch: pick up) abgenommen und elektronisch verstärkt wiedergegeben. Bei den Tonabnehmern unterscheidet man in dem Wesentlichen die Bauformen Single Coil und Humbucker.

Das bis heute vorherrschende Prinzip der Abnahme der elektrischen Signale geht auf die 1930er Jahre zurück: Permanentmagneten werden direkt unterhalb der schwingenden Saiten aus Stahllegierungen montiert. Die Permanentmagneten sind mit einer Spule umwickelt. Schwingungen der Saiten führen zu Störungen des Magnetfeldes, die wiederum einen Strom in der Spule induzieren. Dieses schwache Signal wird einem Verstärker zugeleitet.

Um die Klangvielfalt der E-Gitarre zu beeinflussen, haben viele E-Gitarren Wahlschalter, um zwischen den einzelnen Tonabnehmern hin- und herschalten zu können und auch um Kombinationen zwischen den einzelnen Tonabnehmern herzustellen. Die Tonabnehmer können häufig zusätzlich in der abzugebenden Spannung und damit Ausgangslautstärke durch das zur Lautstärkeregelung vorgesehene Potentiometer und einen Höhenregler, das Ton-Potentiometer reguliert werden. Einige Modelle werden auch mit Piezo-Tonabnehmern ausgestattet, um den Klang einer akustischen Gitarre nachzuahmen.

In den letzten Jahren wurde ein System entwickelt, mit dem die einzelnen Saitenschwingungen der Gitarre in Echtzeit in MIDI-Signale umgewandelt werden. Durch diese MIDIfizierung der Gitarrensignale ist eine komplexe Verarbeitung der Signale durch Synthesizer möglich oder der Einsatz eines Samplers. So können nun auch Samples in komplexen Harmonien durch die Gitarre abgespielt werden.

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Mechanik

Hauptartikel: Tremolo

Viele E-Gitarrentypen verfügen über ein Tremolo. Mit dieser Vorrichtung an der Brücke, lassen sich neben einfachen Vibratos, auch unterschiedlichste Tonhöhenvariationen erzeugen. Dies wird durch erschlaffen oder anziehen der Saiten ermöglicht, welches durch einen Tremolohebel engl. Whammy Bar gesteuert wird.

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Verstärker

Das Musikinstrument E-Gitarre besteht bei genauerer Betrachtung aus dem eigentlichen Instrument und dem Gitarrenverstärker, da dieser einen erheblichen Anteil an der Klangformung hat. Augenfällig wird dies an Hand des Klangs, der bei der Übersteuerung von Röhrenverstärkern erzeugt wird. Die in die Übersteuerung getriebenen Röhren erzeugen einen singenden, lebendigen Ton, der die moderne Popularmusik geprägt hat. Seit den 1960er Jahren gibt es Effektgeräte auf Halbleiterbasis, die den Klang übersteuerter Elektronenröhren nachempfinden. Dennoch ist bis dato das Lager der Puristen vorherrschend, nach deren Ansicht ein "echter Vollröhrenverstärker" in der musikalischen Darbietung bislang nicht übertroffen wurde. Dass dennoch eine relativ große Anzahl von Gitarrenverstärkern auf Halbleiterbasis verkauft wird, liegt an den kleineren Kosten dieser Bauweise. In den letzten Jahren werden auch stets mehr "digitale" Gitarrenverstärker entwickelt, die mittels einem digitalen Signalprozessor und Software den Klang erzeugen. Dadurch ist es möglich, den Klang von vielen Gitarrenverstärkern mit einem einzigen Gerät zu realisieren.

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Geschichte

Die Idee der elektrischen Gitarre begann um 1920, als man nach Möglichkeiten suchte, die Gitarre als Instrument lauter und duchsetzungsfähiger zu machen. Die Zeit der großen Unterhaltungsorchester und Big Bands und auch die damalige Aufnahmetechnik forderten die Instrumentenbauer heraus, lautere und kraftvollere Gitarren zu bauen. Ende 1930 hatte sich herausgestellt, dass die Absicht ca. durch elektrische Verstärkung des Klangs zu erreichen war. Diese Methode hatte aber auch Gegner, die eine Verwahrlosung der Musik prophezeiten – wie so oft, wenn neue Technologien Künstler auf neue Ideen bringen. Die elektrischen Gitarren hielten zuerst in dem Country-, Jazz- und Bluesbereich Einzug.

Bereits 1923 experimentierte Lloyd Loar mit den ersten richtigen elektrischen Tonabnehmern. Er erfand einen Sensor, der die Schwingungen der Decke eines Saiteninstrumentes aufnehmen konnte und in ein elektrisches Signal umwandelte. Da diese Sensoren unpraktisch zu handhaben waren, konnten sie sich jedoch am Markt nicht durchsetzen.

1931 entwickelte George Beauchamp zusammen mit Adolph Rickenbacker einen Tonabnehmer, der sich die Saitenschwingung von Stahlseiten direkt zu Nutze machte. Eine Spule, die um einen Magnetkern gewickelt war, erzeugte ein Feld, das durch das Metall der Saiten verändert wurde. Das Grundprinzip, auf dem auch heutige Pickups noch basieren, war erfunden. Er baute den Tonabnehmer in eine Gitarre, die aus einem einzigen Stück Holz gearbeitet war. Wegen ihrer eigenartigen Form wurde sie Frying Pan (Bratpfanne) genannt. Das US-Patent für seine musikalische Bratpfanne sandte Beauchamp 1932 ein, das zweite für eine überarbeitete Version wurde 1934 eingereicht. Obwohl die Gitarre bereits erfolgreich auf dem Markt war, stellte das Patentamt die Frage, ob man das Gerät überhaupt benutzen könne. Um das zu beweisen, schickte Adolph Rickenbacker mehrere Gitarristen zum zuständigen Patentamt in Washington D.C., um den Sachbearbeitern ein Ständchen zu spielen. Nach langen Verzögerungen erhielt er das Patent 1937. Inzwischen hatten auch andere Hersteller elektrische Gitarren entwickelt.

Die erste in Serienprodunktion hergestellte E-Gitarre mit massivem Korpus wurde von Leo Fender 1948 unter dem Namen "Esquire" auf den Markt gebracht und nachdem Hinzufügen eines zweiten Tonabnehmers in "Broadcaster" umbenannt. Aufgrund eines bereits existierenden Markenzeichens von Gretsch musste dieser Name 1950 dann in "Telecaster" geändert werden. Sie war gleichzeitig die erste in Massenfertigung hergestellte E-Gitarre. Diese Gitarre ist bis heute unverändert von Fender als Original und von einer inzwischen unübersehbaren Reihe von anderen Herstellern als Kopie erhältlich. Die 1954 von Fender auf den Markt gebrachte Stratocaster war die erste Gitarre, welche über ein Tremolohebel verfügte. Aufgrund einer Namens- und Sinnverwechslung von Vibrato und Tremolo durch Leo Fender wurde das ursprünglich für Vibratos vorgesehene System am 10. April 1956 von ihm unter dem Namen Synchronized tremolo zu dem Patent angemeldet. 1987 entwickelten Ibanez und Steve Vai die siebensaitige E-Gitarre, welche mit einer zusätzlichen tiefen H-Saite versehen ist. 2003 brachte Line 6 erstmals mit der Variax eine E-Gitarre auf den Markt, die verschiedene bekannte E-Gitarrenmodelle und Akkustikgitarren simuliert.

Die berühmtesten und in der Stückzahl am meisten verbreiteten E-Gitarren sind die "Les Paul" (1952) von Gibson und die "Stratocaster" (1954) von Fender. Gefolgt werden diese Modelle von der Fender Telecaster (1948) und der Gibson SG (1961). Alle diese Modelle werden bis heute hergestellt.

Buch-Tipp: Das neue Gitarrenbuch. Mit CD. Die Gitarre von Anfang an fast sehr gut Ich muss vorab sagen, ich bin ein Fan von Jürgen Kumlehn. Die Bücher "Improvisation für Gitarre" und " Rockharmonies" von ihm habe ich gelesen , Sachen gespielt. Er kann einfach super Gitarre spielen,ist sehr vielseitig als Komponist, Arrangeur, Musiker und Autor etc. "Das neue Gitarrenbuch" habe ich gerade am Wickel. Ich spiele...

Gitarreneffekte

Hauptartikel: Gitarreneffekte

Unter Gitarreneffekten versteht man in der Regel elektronische Schaltungen, die das Gitarrensignal verändern. Hauptsächlich treten sie in Form so genannter Bodentreter oder Pedale auf, aber auch komplexe 19"-Effekt-Prozessoren werden hierbei genutzt. Genutzt werden hier vor allem verzerrende-, Hall- und Modulationseffekte.

Buch-Tipp: Die Ärzte - Bäst Of. Songbook Gitarrentabulatur - Ausgabe ROCKBAR!! Wer Ärzte - Fan ist und schon etwas Gitarre spielen kann sollte sich dieses Teil zulegen. 25 Songs aus 90 Jahren "Die Ärzte". Akkorde, beide Gitarrenstimmen und die Gesangsnoten in übersichtlichem DIN A4 Format. Ärztesongs nachzuspielen macht einfach ca. einen Riesenspaß. Geile Harmonien, tolle Texte! Ich hatte vorher schon das...

Personen

Genannt werden hier Personen, die durch Entwicklungen oder persönliches Wirken um die E-Gitarre, diese in dem technischem oder auch in dem spielerischem Sinne nachhaltig geprägt und vorangetrieben haben.

Buch-Tipp: E- Gitarrenbau. Eine Selbstbauanleitung (Book on Demand) . . . das Buch für den Selbstbauer Ob Anfänger oder Fortgeschrittener, für jeden ist dieses Buch hilfreich. Wie ein roter Faden führt das Buch den Gitarrenbau vom Holz über die Lackierung bis zu dem Hals und zu dem Korpus. Daneben wird auch das Wickeln der PU's wird erklärt. Alle Justiervorgänge sind deutlich und einfach verständlich geschrieben....

Literatur

  • John Schneider: The Contemporary Guitar; University of California Press, Berkley, Los Angeles, London (umfassende Darstellung von akustischer und elektrischer Gitarre einschließlich von Notation, Spieltechniken und Repertoire; bezieht sich in erster Linie auf Neue Musik)

Siehe auch: Liste von Gitarristen, Musikinstrument, Leadgitarrist, Rhythmusgitarrist, Bassgitarre


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